"Rückkehr nach Syrien": Im Gespräch mit Ronya Othmann

Ronya Othmann nahm uns mit auf ihre Reise nach Syrien nach dem Sturz des Assad-Regimes. Ein Aufruf zur Einmischung!

Ronya Othmann beim Publikumsgespräch

Man spricht so viel über die Gräueltaten. Man müsste viel mehr über die schönen Aspekte sprechen.

Ronya Othmann nahm uns mit auf ihre Reise nach Syrien nach dem Sturz des Assad-Regimes und hatte beides im Gepäck. Es war eine Zeit des Aufbruchs, als sie dort war. Die zunehmend der Ernüchterung Platz macht. Wird es gelingen, den vielen Unterdrückten, Verfolgten und Verletzten Gerechtigkeit widerfahren zu lassen? Die Situation von Frauen, von Kindern, von Minderheiten zu stärken? 

Der Reisebericht ließ die Folgen Jahrzehnte langer Verfolgung und Unterdrückung lebendig werden. Aber auch die nach wie vor unermesslich große Freundlichkeit und Gastfreundschaft, die Ronya Othmann auf ihrer Reise erlebte. Ihre kurdisch-jesidischen Wurzeln haben ihr dabei manche Tür geöffnet.

Einmischung erwünscht!

Krieg und Unterdrückung sind in vielen der Orte, die sie bereist hat, zurück. Den Wunsch, in Freiheit und Frieden zu leben, äußerten alle, von denen sie berichtet. Umso wichtiger, als Weltgemeinschaft die Verstöße gegen UN-Menschenrechte nicht zu ignorieren, sich einzumischen oder zu spenden. Auch hier in Deutschland. 

Spendentipps finden sich z.B. auf der Website des Vereins Städtepartnerschaft Oldenburg – Raqqua

Ronya Othmanns Buch "Rückkehr nach Syrien. Eine Reise durch ein ungewisses Land" ist im Oktober 2025 im Rowohlt Verlag erschienen. Zur Leseprobe (Rowohlt Verlag) 

Das Gespräch mit Ronya Othmann fand statt am 4. Februar in Kooperation mit der VHS Oldenburg und dem Verein Städtepartnerschaft Oldenburg – Raqqa e.V.