Feminismus, Gender und Geschlechtergerechtigkeit
Online-Lesung "nie wieder zurück" mit Maria Braig

Was ist der bestimmende Faktor unseres Denkens und Handels? Woher kommen unsere Vorstellungen, wie Frauen und Männer sein sollen, wie wir Leben, Lieben und uns Verhalten sollen- kurz gesagt von Richtig und Falsch?
Maria Braig hat uns eine Stunde lang auf eine Entdeckungsreise in die Welt ihrer Protagonistinnen Fadia, Damaris, Kai und vielen anderen mitgenommen. Sie hat uns mit ihrer tollen und authentischen Art zu lesen einen Einblick in ihr Buch „nie wieder zurück“ gegeben. Es wurde über gleichgeschlechtliche Liebe, Unterdrückung, Kultur und Religion gesprochen und die Frage, was Menschen verbindet und trennt.
Wenn „die Gesellschaft“ oder „die Kultur“ einen Menschen prägen, dann müssten innerhalb dieser alle gleich sein. Aber Kinder haben andere Werte als ihre Eltern oder Großeltern. Die Kinder der gleichen Eltern können konservativ und werteerhaltend oder liberal und modern sein.
Starre, unveränderliche Kulturen, wie „Deutsch“, „Arabisch“ oder „Muslimisch“, scheint es also nicht zu geben. Doch was beeinflusst die eigenen Werte und Haltungen? Eine spannende Diskussion vertiefte unter anderem die Themen Leitkultur, „Deutschsein“ und Diskriminierung von Homosexuellen und Frauen.  Wenn ihr die Lesung verpasst habt, schaut doch noch einmal dem YouTube-Kanal der Lagerhalle rein. Oder lest das Buch und begleitet die Charaktere durch einen Abschnitt ihres Lebens. Maria Braig schafft es, die großen Themen des Lebens in einem Buch zu vereinen, fesselnd zu schreiben und doch mit einer Leichtigkeit durch die Geschichten zu führen.
Erschienen im Querverlag www.querverlag.de/, Maria Braig www.maria-braig.de/

Die Lesung fand am 25.05.2020 in Kooperation mit der Lagerhalle Osnabrück statt.

Bildung und Kultur
book:look Online-Gespräch | "Extrem Unbrauchbar - Über die Gleichsetzung von links und rechts“

Tom Uhlig: Extrem unbrauchbar - Online Vortrag | Dass die Erde eine Scheibe sei, das ist heute nur noch eine schräge Verschwörungstheorie. Dass aber die Gesellschaft ein Hufeisen sei, ist hingegen die feste Ansicht einer Vielzahl von Personen aus Politikwissenschaft, Verfassungsschutz und Journalismus. Sie glauben an eine politische Aufteilung in Mitte und linkem wie rechtem Rand. Und dass sich die Ränder an ihren Enden einander annährten. Dass die politische Wirklichkeit komplizierter ist als solch ein einfaches Weltbild, will der Sammelband Extrem unbrauchbar aufzeigen. Worauf lässt sich die heutige Extremismustheorie zurückführen? Wie steht es um die Definitionshoheit des Extremen und welche Auswirkungen kann es auf politisch Aktive haben? Und was passiert, wenn die AfD sich als Partei der Mitte definiert? Diese und viele weitere Fragen hat Marcus Munzlinger vom Kulturzentrum Pavillon mit Tom Uhlig, Mitarbeiter bei der Bildungsstätte Anne Frank, per Videokonferenz besprochen. Verpasst? 

Flucht und Migration
Menschen schützen statt Grenzen! Online-Diskussion

Die Situation für geflüchtete Menschen auf den griechischen Inseln ist seit Jahren katastrophal. Menschen harren unter widrigsten Bedingungen hinter dünnen Zeltwänden ohne ausreichenden Zugang zu gesundheitlicher Versorgung aus. In den vergangenen Monaten spitzte sich die Lage dramatisch zu und angesichts der drohenden Ausbreitung des Corona-Virus verstärkt sich der akute Handlungsbedarf weiter. Der Mangel an fließendem Wasser und die Unmöglichkeit der Umsetzung von Hygienevorkehrungen verhindern, dass Menschen selbst Schutzmaßnahmen ergreifen können. Die Psychologin und Aktivistin Johanna Scherf führte das Gespräch mit: Esra Simsir, regionale Koordinatorin für die Ägäis Region der türkischen Organisation ASAM (Organisation für Solidarität mit Asylsuchenden und Migrant*innen), Dr. Apostolos Veizis, Leiter von „Ärzte ohne Grenzen“ in Griechenland und Erik Marquardt, Mitglied des Europäischen Parlaments und der Fraktion Greens/EFA.

Ökologie und Nachhaltigkeit
Nachhaltiger Konsum - Geht das überhaupt?

„Es gibt keine per se nachhaltigen Produkte und Technologien, sondern nur nachhaltige Lebensstile“, sagt der Nachhaltigkeitsforscher Niko Paech. Aber reicht es aus, achtsam mit Energie umzugehen, weniger Auto zu fahren und weniger Fleisch zu essen? Tobi Rosswog will über Themen wie ökologischer Fußabdruck, Überfluss- und Wegwerfgesellschaft und die Konsequenzen der auf Konsum ausgerichteten Wirtschaftsweise sensibilisieren. In Kooperation mit: Antikriegshaus Sievershausen